Der sichere Messenger

Signal
sicherer Messenger

Eine gute Nachricht für alle Benutzer des Messengers Signal von Open Whisper Systems. Wie in dem Artikel von Netzpolitik.org festgestellt wird, kann der Hersteller des Messengers lediglich feststellen, wer wann die App installiert hat.

Wann der Benutzer die App nutzt, mit wem er sie nutzt oder gar welche Informationen der Benutzer überträgt kann der Betreiber nicht feststellen. Ebenso wenig können es interessierte Behörden oder gar irgendwelche Netzwerkbetreiber.

Signal ist für Android und iPhone erhältlich, aber auch für Linux, Mac und Windows Desktops.

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Weg von Skype

Skype Von Skype bin ich ja schon länger weg. Schon bevor durch Edward Snowden die Spitzelpraktiken der Geheimdienste bekannt wurden, hat sich Skype bei seinen Spitzelattacken erwischen lassen.

Skype war, bevor es zu Microsoft gehörte, für seine sichere Verschlüsselung bekannt. Doch nun ist Skype ein gutes Beispiel, wie schnell man das Vertrauen der Nutzer verlieren kann. Das sollten sich einige andere Dienste mal als mahnendes Beispiel nehmen.

Die Alternativen

Linphone Zuerst kann man z.B. Linphone nennen. Hier gibt es Clients für jedes Betriebssystem, auch für Mobilgeräte. Linphone unterstützt Audio/Videotelefonie und Chat. Es nutzt das SIP Protokoll und verschlüsselt die Peer-2-Peer Sitzungen mit SRTP. Der Linphone Server agiert nur als Telefonbuch um die Sitzung anzubahnen. Bei Linphone kann man sich einen kostenlosen Account einrichten, ebenso wie Skype. Linphone funktioniert aber auch mit anderen SIP Accounts.

Seit kurzem gibt es auch ein Webfrontend für Linphone. Hierfür benötigt man ein Plugin im Firefox.

Tox Eine weitere Alternative, die das Zeug hat, Skype abzulösen ist TOX. TOX ist offiziell noch Beta, aber erste Test von mir haben schon gute Ergebnisse gebracht. Von Seiten der Sicherheit und Privatsphäre ist TOX mit seinem Ansatz sehr vertrauenswürdig. TOX mach echte End-2-End Verschlüsselung und überträgt über mehrere Onion Router Peer-2-Peer zwischen den Clients. Es gibt keinen zentralen Server, nicht einmal als Telefonbuch Server.

Firefox Hello Eine dritte Alternative ist Firefox Hello. Hello arbeitet über die neue WebRTC Technologie, welche wiederum auf XMPP und Jingle basiert. Auch hier sind die Gespräche Peer-2-Peer und mit SRTP verschlüsselt. Die Verschlüsselung ist im WebRTC definiert. Bei ersten Test lies die Qualität jedoch noch zu wünschen übrig und es gab Verbindungsabbrüche.

Fazit

Mit TOX, obwohl es noch Beta ist, habe ich die besten Ergebnisse auch bei langsamer Netzanbindung erhalten. Videotelefonie konnte zum Teil nicht befriedigend hergestellt werden, jedoch Audiotelefonie funktionerte über Gespräche von 1 ½ Stunden ohne einen Abbruch.

Skype war jahrelang eine großartige Sache, doch mit dem Verkauf an Microsoft und den Dumm-Dreisten Spitzelangriffen hat es mein ganzen Vertrauen schon vor Edward Snowden verloren.

Wir wussten es doch schon immer! [3]

In einem Rechtsstaat entscheiden Gerichte über die Abhörung von Personen, die unter dringendem Tatverdacht stehen. Doch auch in der westlichen Welt, gibt es Staaten, die rechtstaatliche Grundregeln über Bord werfen.

NSA hört ohne Gerichtsbeschluss ab
(Artikel heise vom 16.06.13)

Es ist kein Einzelfall. Millionen von unbescholtenen Internetnutzern werden unter Generalverdacht gestellt und belauscht.

Der Gau im Netz – PRISM
(Artikel macnotes vom 15.06.13)

Auch einige unserer Volksvertreter haben wohl eine etwas andere Sicht auf die Dinge.

Friedrich ist den USA dankbar für die Überwachung
(Artikel zeit online vom 16.06.13)

Zum Glück haben wir Bürger im Herbst – bei den Wahlen – die Möglichkeit hierzu Stellung zu nehmen.