Warum ich privat keine Apple Hardware benutze

Spricht man einen der Apple Jünger auf Privatsphäre an, so bekommt man meist nur die Antwort: „Ich traue Apple mehr als Microsoft!“

Tatsache ist, dass man mit den Apple Datenschutzrichtlinien dem Unternehmen einen Freibrief für die Überwachung gibt. Über die Apple-ID wirst Du als Nutzer eindeutig erkannt und die über Dich gesammelten Daten können und werden weitergegeben. Dafür bekam Apple schon 2011 den Big Brother Award.

Als kommerzielles Unternehmen in den USA ist es Apple auch schwer möglich, sich nicht zum Handlanger der staatlichen Überwachung machen zu lassen. Apple ist Teil von PRISM.

Warum ich privat kein Windows nutze

Schon mit Windows XP wurden immer mehr „calling home“ Funktionen eingesetzt. Das ist mit den Folgeversionen nicht weniger geworden, jedoch immer schwieriger, diese abzustellen. Mit Windows 8 und 10 ist es fast unmöglich, sich der Bespitzelung durch Microsoft zu entziehen. Lese hierzu auch https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_90a.htm.

Als kommerzielles Unternehmen in den USA ist es Microsoft auch schwer möglich, sich nicht zum Handlanger der staatlichen Überwachung machen zu lassen. Microsoft ist Teil von PRISM.

Die tägliche Überwachung


(Quelle: alexanderlehmann auf YouTube)

Es ist fast unmöglich der täglichen Überwachung zu entgehen, aber man kann es den Spitzeln schwerer machen. Nicht nur kommerzielle Unternehmen sind an einen glasklaren Profil ihrer User interessiert. Auch die Staaten – nicht nur totalitäre Diktaturen – sind an einem Profil der Bürger interessiert.

Über die nachfolgenden Links kannst Du tiefer in das Thema digitale Privatsphäre einsteigen.

https://www.privacy-handbuch.de/index.htm
https://www.selbstdatenschutz.info/
https://digitalcourage.de/

Es geht nicht nur um den Schutz Deiner Privatsphäre, sondern auch um die Deiner Familie, Freunde und Bekannten.

Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.
(Terry Pratchett, englischer Fantasy-Schriftsteller)

Und hier noch ein paar weitere Links:

http://www.alexanderlehmann.net/#
http://www.ctrl-verlust.net/

Weg von Twitter

Ich war noch nie ein Freund von Twitter und habe daher auch nie einen Account gehabt. Wie bei den anderen zentralen Dienstleistungen – Facebook, Google, etc. – liegen Deine Daten auf einem zentralen Server und Du hast keinen Einfluss darauf, was mit Deinen Daten geschieht.

Doch auch hier gibt es eine open source Alternative – GNUsocial bzw. Mastodon.

Mastodon ist ein dezentrales Netzwerk von vielen Instanzen. Die Anmeldung und Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt. Für Die Anmeldung benötigst Du eine E-Mail Adresse und einen selbst gewählten Benutzernamen und ein Passwort.

Für Android gibt es mehrere Clients. Ich nutze Tusky, welches sowohl bei F-Droid als auch im Play Store zur Verfügung steht.

Auf meinem Desktoprechner nutze ich Tootle, welches bei elementaryOS über das AppCenter installierbar ist.

Einrichtung eines Accounts

  1. Eine Instanz wählen Liste (z.B. mastodonten.de)
  2. Anmelden mit E-Mail, User Name, Passwort
  3. Du bekommst eine Bestätigungs E-Mail, dort den Link zum verifizieren anklicken
  4. Den Client auf dem Smartphone, Tablet, PC installieren
  5. Im Client die User Daten eingeben
  6. FERTIG

Nun kannst Du ganz einfach Beiträge erstellen und diese öffentlich oder nur Folgenden freigeben. Weiterhin kannst Du anderen Usern folgen. Um mir zu folgen suche nach @ingos@mastodonten.de. Auch wenn Du Dich bei einer anderen Instanz angemeldet hast, kannst Du mir folgen.

Ich selbst folge: @Digitalcourage@chaos.social, @elementary@mastodon.social, @omgubuntu@botspin.space

Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich mich mit der Installation einer eigenen Instanz beschäftigen.

sicherer Datenaustausch: Lass Deine Daten durch ein Wurmloch reisen

magic wormhole ist eine einfach zu bedienende Anwendung, um Daten jeder Größe zwischen 2 Rechnern/Personen auszutauschen. Dabei werden die Daten end to end verschlüsselt zwischen den Beteiligten ausgetauscht.

Der Sender gibt in der Konsole folgenden Befehl ein:

wormhole send ~/path/to/file

Der Empfänger gibt folgenden Befehl ein:

wormhole receive

Der Sender bekommt nun eine Zeichenkette angezeigt, die einfach zu merken ist und nur einmal für diese Übertragung gültig ist. Diese Zeichenkette teil er dem Empfänger am Telefon oder über einen Chat Client mit. Die Zeichenfolge enthält die nötigen Adressdaten des Senders und den Schlüssel für die Entschlüsselung.

Der Empfänger wird nach Eingabe seines Befehls aufgefordert, die Zeichenkette, welche er vom Sender genannt bekommt, einzugeben. Nach Eingabe der richtigen Zeichenfolge startet die Dateiübertragung. Die Daten werden im Downloadverzeichnis abgelegt.

Ein möglicher Angreifer hat nur 1 Chance (1:65,536), die nötige Zeichenfolge zu erraten. Der Datenstrom ist mit neuesten Techniken verschlüsselt.

Unter meinen Desktop Betriebssystem elementaryOS habe ich auch eine einfache GUI für magic wormhole – Transporter.

Unter Youtube gibt es auch ein Video eines Vortrags zu magi wormhole, welches weitere Fragen beantwortet.

https://youtu.be/oFrTqQw0_3c

weitere Links und Informationen:

https://www.omgubuntu.co.uk/2017/06/wormhole-fast-secure-way-send-files-users-cli

https://medium.com/@simonvc/magic-wormhole-is-the-intra-team-secure-messaging-tool-youve-been-looking-for-b7fa1e147d42

https://medium.com/elementaryos/appcenter-spotlight-transporter-7c9db2472f37

Du bist die Datenschleuder

Welche Daten Deiner Kontakte hast Du in Deinem Adressbuch gespeichert?

  • Vorname, Name
  • Telefonnummer (privat und beruflich)
  • Adresse (privat und beruflich)
  • Geburtstag
  • Gruppe (Familie, Kollege …)
  • weitere Kanäle (Facebook, WhatsApp …)
  • Das Profilfoto

Du synchronisierst wie ein Weltmeister Dein Adressbuch mit Deinen Social Media Kanälen und speicherst es auf Google oder bei Apple.

Hast Du Deine Kontakte gefragt, ob sie damit einverstanden sind?

Welche Kontakte hast Du neben Deinen privaten noch gespeichert?

  • Deinen Arzt?
  • Deinen Steuerberater?
  • Deinen Anwalt?
  • Dein Gspusi?
  • Deine Kunden?

Und dann behauptest Du, Du hättest nichts zu verbergen!

Und dann wunderst Du Dich, wenn

  • Dein Partner Dein Gspusi als Facebook Kontakt vorgeschlagen bekommt?
  • Deine Kollegen herausfinden, dass Du in psychiatrischer Behandlung bist?
  • Dein Chef herausfindet, dass Du einen Strafverteidiger benötigst?

Sicher chatten

Es muss nicht WhatsApp oder Skype sein. Inzwischen gibt es Alternativen, welche ebenso komfortabel, mit besserer Sprach- und Videoqualität unterwegs sind.

Ich nutze schon seit Jahren Signal auf meinem Android und auch meinen Linux Desktop.

Weiterhin hat auch Wire einen Android und einen Linux Client.

Beide beherrschen Text Chat, Sprach- und Videotelefonie. Ebenso können Bilder, Videos, Dateien getauscht werden.

Leider ist das Urgestein des Chats Jabber (XMPP) mit OTR so gut wie ausgestorben.

Links:

Nun amtlich: Der Messenger Signal ist ziemlich sicher

Dieser Messenger ist privater als Whatsapp und kann mehr als Threema

Das sind die besseren Alternativen zu Whatsapp

Das Messenger-Chaos muss aufhören!